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Die zehn schönsten Orte der Schweiz

Redaktion · 18.06.2026

Die Schweiz ist kleiner als Bayern und hat trotzdem 48 Viertausender, vier Landessprachen und ein Bahnnetz, das jedes Tal erreicht. Man kann sie in zwei Wochen gründlich sehen — vorausgesetzt, man wählt aus.

1. Matterhorn und Zermatt

Der bekannteste Berg der Alpen, 4478 Meter, mit seiner unverwechselbaren Pyramidenform. Zermatt ist autofrei; man kommt mit der Bahn ab Täsch. Der klassische Blick gelingt vom Gornergrat, den eine Zahnradbahn auf 3089 Meter bringt, oder frühmorgens vom Riffelsee, in dem sich der Gipfel spiegelt. Die Bahn kostet rund 130 Franken retour.

2. Jungfraujoch

Der höchste Bahnhof Europas auf 3454 Metern, im Sattel zwischen Mönch und Jungfrau. Von hier blickt man auf den Aletschgletscher, den längsten der Alpen. Die Fahrt ab Interlaken dauert etwa zwei Stunden und kostet rund 240 Franken — die teuerste Attraktion des Landes und bei klarem Wetter die eindrucksvollste. Prüfen Sie die Webcam vor der Abfahrt.

3. Luzern und der Vierwaldstättersee

Die Kapellbrücke von 1333 ist die älteste erhaltene Holzbrücke Europas. Dahinter beginnt der See mit seinen Fjordarmen, den historische Schaufelraddampfer befahren. Auf den Hausberg Pilatus führt die steilste Zahnradbahn der Welt mit 48 Prozent Steigung.

4. Bern

Die Bundesstadt ist Unesco-Welterbe: sechs Kilometer Arkaden, das grösste zusammenhängende Laubengangsystem Europas, der Zytglogge mit seinem Figurenspiel und die Aare, die in einer Schlaufe um die Altstadt fliesst. Im Sommer treiben die Berner den Fluss hinunter — legal und beliebt, aber nur bei Ortskenntnis.

5. Der Rheinfall bei Schaffhausen

Der grösste Wasserfall Europas nach Wassermenge: 150 Meter breit, 23 Meter hoch, im Mittel 600 Kubikmeter pro Sekunde. Am stärksten führt er im Juni und Juli, wenn die Schneeschmelze einsetzt. Boote fahren bis an den Felsen mitten in der Gischt.

6. Aletschgletscher und Aletschwald

23 Kilometer Eis, Unesco-Welterbe, erreichbar von Riederalp und Bettmeralp aus. Der Blick vom Eggishorn zeigt den ganzen Gletscherbogen. Der angrenzende Aletschwald hat Arven, die über tausend Jahre alt sind.

7. Tessin

Südlich des Gotthards wird die Schweiz mediterran: Palmen an der Seepromenade von Lugano und Locarno, Grotti mit Polenta, die Kastanienwälder des Verzascatals und dessen türkisgrünes Wasser über weissem Granit.

8. Genf und der Genfersee

Der Jet d'eau schiesst 140 Meter hoch, dahinter liegen die Uno und das Rote Kreuz. Am Nordufer erstreckt sich das Lavaux, Weinterrassen aus dem elften Jahrhundert und ebenfalls Welterbe; am Ostufer steht Schloss Chillon im Wasser.

9. Berner Oberland

Grindelwald, Lauterbrunnen mit seinen 72 Wasserfällen, das autofreie Mürren und der Schilthorn-Gipfel. Das Lauterbrunnental ist eines der tiefsten Trogtäler der Alpen: senkrechte Wände, 300 Meter hoch, aus denen das Wasser frei fällt.

10. Die Panoramazüge

Der Glacier Express von Zermatt nach St. Moritz braucht achteinhalb Stunden für 291 Kilometer, 291 Brücken und 91 Tunnel. Der Bernina Express fährt ohne Zahnrad von Chur bis Tirano in Italien und überquert dabei das Kreisviadukt von Brusio. Die Bernina-Strecke ist Unesco-Welterbe.

Praktische Hinweise

  • Bergbahnen sind teuer. Der Swiss Travel Pass deckt Züge, Busse und Schiffe und gibt auf viele Bergbahnen Rabatt; ab vier Reisetagen lohnt er meistens
  • Prüfen Sie die Webcams, bevor Sie 240 Franken für das Jungfraujoch ausgeben. Bei Nebel sehen Sie nichts
  • Die Hochsaison in den Bergen liegt im Juli und August, die zweite im Winter; Juni und September sind ruhiger und günstiger
  • Wanderwege sind gelb markiert, Bergwege weiss-rot-weiss und erfordern Trittsicherheit

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